Das Gut der Flemmings
Piaski kam im 15. Jahrhundert durch Kauf von der Familie von Wükernitz an das Geschlecht von Flemming. Das erste Gutshaus, nur noch von Zeichnungen bekannt, stammte von 1763. 1909 entstand am selben Ort ein neues, das jedoch 1926 abbrannte. Danach errichtete man den heutigen Bau, 1931 vollendet, und legte ringsum einen in Terrassen zum See abfallenden Park an. Ab 1920 betrieben die Flemmings Gartenbau: Sie bauten Gewächshäuser sowie ein Bewässerungs- und Beregnungssystem, das aus dem Piaski-See gespeist wurde. Letzter Besitzer war Richard von Flemming-Paatzig.
Nach 1945
Nach dem Krieg beherbergte das Gutshaus Büros, Wohnungen, ein Erholungsheim und ein Schulungszentrum der staatlichen Landwirtschaftsbetriebe (PGR) in Stettin. 1981 wurde es gründlich renoviert, von den 1990er Jahren bis 2009 befand sich hier das Hotel Piaski. Seitdem steht das Haus leer und wird systematisch ausgeplündert und verwüstet.
Architektur
Es ist ein schlichter, stilistisch nicht festgelegter eingeschossiger Bau auf rechteckigem Grundriss, unterkellert, mit Satteldach und ausgebautem Dachgeschoss. Im Inneren ist ein Kamin mit dem Wappen der Flemmings erhalten. Das Gutshaus umgibt ein denkmalgeschützter Park.